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Das erzählte Sachbuch zu Politik und Gesellschaft
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Mehr Holzpellets sind kein Segen für die Umwelt

Ökologische Revolution? - Mitnichten!

Unter dem Stichwort “ökologische Revolution” wurde vor kurzem über eine Prognose des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BBE) berichtet (u.a. hier).

Glaubt man dem BBE, so kann der Einsatz von Holzpellets bis zum Jahr 2020 von derzeit einer Millionen Tonnen auf acht Millionen Tonnen gesteigert werden. Auch in anderen Bereichen, etwa der Stromerzeugung, soll der Einsatz von Biorohstoffen drastisch angehoben werden. Ein Segen für die Umwelt? (weiterlesen…)



Der Wald - ausgeplündert und verarmt

Das Heizen mit Holz ist nicht CO2-neutral

Aus dem Rundbrief des Forums für Umwelt und Entwicklung (via Schattenblick)

Von Peter Wohlleben

“Auf den einzelnen Baum bezogen stimmt die Bilanz: Beim Verfeuern wird nur so viel Treibhausgas frei, wie die Pflanze beim Wachstum aufgenommen hat. Auf den Wald bezogen ist dies jedoch nicht richtig. Argumentiert wird von der Brennstofflobby, dass es egal sei, ob das Holz verbrannt werde oder verrotte - schließlich werde beim Zersetzen durch Pilze und Bakterien genauso viel CO2 freigesetzt wie beim Verfeuern. Und hier verlässt die Argumentation den Boden der Tatsachen. Wälder sind natürliche CO2-Senken. Verrottende Baumstämme werden dort nicht vollständig abgebaut, sondern reichern sich in Form von Humus in tieferen Bodenschichten an. Häufig ist mehr Kohlenstoff im Boden gespeichert als im Holz der Bäume.

Entnimmt man nun laufend Stämme, so reichert der Wald entsprechend weniger Kohlenstoff an. Diese Differenz muss der Biomassenutzung in Rechnung gestellt werden. Zudem enthalten bewirtschaftete Wälder weniger als 50 Prozent der Holzmasse in Form von Bäumen als ein Urwald auf gleichem Standort.”

Mehr dazu in “Holzrausch - Der Bioenergieboom und seine Folgen” von Peter Wohlleben