Die Demokratie hat gegenüber der Diktatur einen erheblichen Nachteil: Sie ist langsam. Und bevor gewählt werden kann, muss erst eine Einigung darüber herbeigeführt werden, wie man wählt. Die Probleme bei der Suche nach einem fairen Wahlverfahren kannten schon die alten Griechen und Römer. Viele ihrer Lösungsvorschläge muten aus heutiger Sicht skurril an, andere haben sich über die Jahrtausende bewährt. Und wer hätte gedacht, dass die Papstwahlen des Mittelalters die Entwicklung fairer Verfahren vorantreiben würden?
Jetzt als Ebook! Ob Bürgermeister oder Bürgerentscheid, Bundestag oder Landtag, Verein oder Parlament, Papst- oder Präsident, Song-Contest oder Kür des besten Weines: überall, wo der „Sieger“ per Wahl ermittelt wird, lauern die Fallstricke der Wahlverfahren. Nicht immer erringt der Kandidat mit den meisten Stimmen den Wahlsieg. Und auch ein Bürgerentscheid kann mit dem falschen Verfahren in sein Gegenteil verkehrt werden.
Kai Flesch, Jahrgang 1976, wuchs im Kreis Aachen auf und studierte Rechtswissenschaften in Köln. Der amtierende Richter ist vielfach ehrenamtlich engagiert und beschäftigt sich seit rund 12 Jahren mit dem Thema Wahlen und Wahlverfahren. Bücher: Gewählt ist gewählt – Wissenswertes und Skurriles von Wahlen, Wählern und Gewählten

