adatia Verlag

Das erzählte Sachbuch zu Politik und Gesellschaft
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Peter Wohlleben im Interview

Holzrausch gegen die Klimakrise?

Bioenergie boomt. Um den Klimawandel einzudämmen, wird massiv in Biomassekraftwerke und Pelletheizungen investiert. Heizen mit Holz gilt als klimafreundlich. Eine verheerende Entwicklung, warnt der Förster Peter Wohlleben.
Im Interview mit Radio Dreyeckland erklärt der Autor des Buches “Holzrausch“, warum das Verbrennen von Holz nicht CO2-neutral ist und wie der Holzrausch Wälder nachhaltig schädigt.

Das Transkript finden sie hier.



Peter Wohlleben im SWR

Der Bioenergieboom und seine Folgen

Den Beitrag “Problemheizstoff Pellets” mit Peter Wohlleben im Wissenschaftmagazin Odysso

“Irrwege im Naturschutz - Die Kehrseite des Öko-Booms”

vom Donnerstag, den 19. November 2009

können sie unter “ODYSSO - Wissen entdecken” nachlesen.

 

Ein Interview auf SWR2 zur Frage, warum die verstärkte Nutzung von Bioenergie für den Wald gefährlich sein kann, finden sie in der Mediathek der ARD



Eisberg voraus

Der weiße Ritter oder Eisberg voraus

Im Dialog mit einem Buch über Energie, Umwelt, Wachstum und Klima

Steigender Verbrauch von Rohstoffen, man kann auch Wirtschaftswachstum dazu sagen, heißt, heute mehr Energie einzusetzen als gestern, um morgen mehr Güter und Waren zu produzieren als heute. Das daraus resultierende Knappheitsproblem wird flankiert von der Klimawandeldiskussion, da Wirtschaftswachstum bis jetzt untrennbar mit dem Ausstoß von CO2 verbunden ist.
Es tauchte aber auch ein weißer Ritter am Horizont auf: regenerative oder erneuerbare Energien. Darunter verstehen wir Energie aus Erdwärme, Wind, Sonne, Wasser und Biomasse.

„’Erneuerbare Energien’ lautet das Zauberwort, welches ganze Landschaften verändert. … Zur Entscheidungsfindung, welcher Weg besonders zukunftsträchtig ist, sind verschiedene Kriterien zu beachten: Da wären zunächst die Auswirkungen auf die An- oder Abbaufläche selbst zu untersuchen, beispielsweise die Rodung von Wald, das Graben von Minen zur Rohstoffgewinnung oder die Errichtung von Gebäuden. Anschließend muss der Energieaufwand berechnet werden, der zur Anlage von Plantagen oder von industriellen Einrichtungen sowie der Herstellung von Geräten und Maschinen notwendig ist. Dieser Energieaufwand muss dem Energiegewinn aus der künftigen Produktion gegenübergestellt werden. Als letzter Punkt ist die mengenmäßige Verfügbarkeit zu untersuchen. Eignet sich der eingeschlagene Weg tatsächlich, fossile Energieträger in nennenswertem Umfang abzulösen?”

Der Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung soll laut einer Aussage des Bundesumweltministers Norbert Röttgen (http://www.zeit.de/2009/47/Roettgen) in Deutschland auf 100% angehoben werden.

„Der Traum von Ökofundamentalisten: Eines schönen Tages werden alle fossilen Energieträger durch erneuerbare Energien abgelöst. (weiterlesen…)



Mehr Holzpellets sind kein Segen für die Umwelt

Ökologische Revolution? - Mitnichten!

Unter dem Stichwort “ökologische Revolution” wurde vor kurzem über eine Prognose des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BBE) berichtet (u.a. hier).

Glaubt man dem BBE, so kann der Einsatz von Holzpellets bis zum Jahr 2020 von derzeit einer Millionen Tonnen auf acht Millionen Tonnen gesteigert werden. Auch in anderen Bereichen, etwa der Stromerzeugung, soll der Einsatz von Biorohstoffen drastisch angehoben werden. Ein Segen für die Umwelt? (weiterlesen…)



Der Wald - ausgeplündert und verarmt

Das Heizen mit Holz ist nicht CO2-neutral

Aus dem Rundbrief des Forums für Umwelt und Entwicklung (via Schattenblick)

Von Peter Wohlleben

“Auf den einzelnen Baum bezogen stimmt die Bilanz: Beim Verfeuern wird nur so viel Treibhausgas frei, wie die Pflanze beim Wachstum aufgenommen hat. Auf den Wald bezogen ist dies jedoch nicht richtig. Argumentiert wird von der Brennstofflobby, dass es egal sei, ob das Holz verbrannt werde oder verrotte - schließlich werde beim Zersetzen durch Pilze und Bakterien genauso viel CO2 freigesetzt wie beim Verfeuern. Und hier verlässt die Argumentation den Boden der Tatsachen. Wälder sind natürliche CO2-Senken. Verrottende Baumstämme werden dort nicht vollständig abgebaut, sondern reichern sich in Form von Humus in tieferen Bodenschichten an. Häufig ist mehr Kohlenstoff im Boden gespeichert als im Holz der Bäume.

Entnimmt man nun laufend Stämme, so reichert der Wald entsprechend weniger Kohlenstoff an. Diese Differenz muss der Biomassenutzung in Rechnung gestellt werden. Zudem enthalten bewirtschaftete Wälder weniger als 50 Prozent der Holzmasse in Form von Bäumen als ein Urwald auf gleichem Standort.”

Mehr dazu in “Holzrausch - Der Bioenergieboom und seine Folgen” von Peter Wohlleben



Holzrausch

 Wie die Bioenergiepolitik auf den Holzweg gerät…

Holzrausch

Peter Wohlleben

Holzrausch

Der Bioenergieboom und seine Folgen

Bioenergie boomt. Ob als Pellets, Biodiesel oder Biogas, die Nachfrage nach Energie aus Biomasse steigt und steigt. Nicht zuletzt des Klimas wegen, wird den sympathischen Energieträgern doch eine ausgewogene Ökobilanz nachgesagt. Und politische Zielvorgaben, Förderprogramme sowie der steigende Ölpreis heizen die grüne Goldgräberstimmung weiter an.

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